Reisen durch die polare Wildnis Grönlands ist ein einzigartiges Erlebnis! Wenn Sie die Moräne hinter sich lassen und anfangen den Gletscher hinaufzusteigen, begeben Sie sich in die große Welt der Natur, wo Himmel und Land grenzenlos sind und ewige Stille herrscht. Das Spiel der Farben und des Lichts regt Ihre Sinne an und die Reinheit der Umgebung gibt Ihnen ein Gefühl des Friedens. Sie können sich kaum weiter von der Zivilisation und den Stressmomenten des modernen Lebens entfernen, Sie sind auf Detox-Kur von der digitalen Welt. Hier leben Sie nur im Jetzt! Hier ist alles echt!

Seit die grönländische Eiskappe 1888 von Fridtjof Nansen erstmals durchquert wurde, steht diese Expedition im Lebenslauf aller modernen Polarforscher: 580 Kilometer. 26 Tage. Von Ost nach West. Ohne technische Hilfsmittel. Kommen Sie mit auf eine der sagenhaftesten Skireisen der Welt! Werden Sie Teil eines starken Teams, das nach gründlicher Vorbereitung das mächtige grönländische Inlandeis durchquert. Die Erfahrungen, die Sie auf dieser Reise sammeln, können als Grundlage für weitere Expeditionen zum Süd- und Nordpol dienen.

Auf dieser anspruchsvollen Expedition unterziehen Sie sich einem wahren Test in polarer Umgebung. Sie müssen im Vorfeld hart und zielgerichtet trainieren, um den Körper auf das Ziehen des Expeditionsschlittens vorzubereiten. Auch aufgrund dessen gibt es im Vorfeld der Reise ein verpflichtendes Expeditionstraining, welches neben dem Gesundheits- und Fitnesscheck eine Zulassungsbedingung ist. Die körperliche Strapaze ist nicht die einzige Herausforderung. Im Bestreben, die Westküste zu erreichen, ist Ihr Teamgeist, Ihre positive Einstellung und Ihre Willenskraft genauso wichtig wie Ihre Muskelkraft. Es liegt auf der Hand, dass eine sorgfältige Vorbereitung die Grundlage jeder erfolgreichen Expedition bildet. Deshalb werden Sie ab dem Tag Ihrer Buchung bis zu Ihrer Ankunft am Expeditionsziel vom  Expeditionsleiter Alexander begleitet und beraten.

Bitte beachten Sie unbedingt die ausgeschriebenen Anforderungen und Hinweise!

Verbindliches Expeditionstraining in Norwegen (Finse) in Vorbereitung auf diese Reise (20.03.-24.03.2020)!

 

Winter: kangerlussuaq humbert entrss visit greenland
Kangerlussuaq © Humbert-entrss-visit-greenland

Reiseverlauf Teil 1- Expeditionstraining

1. Tag: Anreise nach Finse, Kennenlernen und Einführung in die wichtigsten Grundkenntnisse

Nachdem Sie in Finse angekommen sind, lernen Sie am Nachmittag die Mitstreiter Ihres bevorstehenden Abenteuers kennen. Der heutige Tag dient insbesondere der theoretischen Vorbereitung Ihrer Expedition. Sie werden die anderen Teilnehmer näher kennenlernen und gemeinsam die goldenen Regeln für die Grönlanddurchquerung verinnerlichen. Außerdem bringt Ihnen Ihr Guide das wichtigste Knowhow bei. Übernachtung im Zelt (-/-/A)

2-4. Tag: Training in der Region um Finse

Während dieser Tage trainieren Sie die Grundvoraussetzungen für Ihre Expedition in einem Gebiet, dessen Bedingungen denen von Grönland ähnlich sind. Sie praktizieren Marschroutine, Lagerauf- und -abbau und außerdem lernen Sie, wie Sie sicher und effektiv in der arktischen Wildnis unterwegs sind. Übernachtung im Zelt (F/M/A)

5. Tag: Auswertung des Expeditionstrainings, Abreise

Nachdem die Ausrüstung gewartet und gepackt ist, erhalten Sie heute in einem persönlichen Gespräch von Ihrem Expeditionsleiter ein Feedback zu den vergangenen Tagen. Mit bestandenem Fitness-Check steht dem großen Abenteuer nichts mehr im Wege. (F/-/-)

Reiseverlauf Teil 2- Skiexpedition Grönland

1. Tag: Anreise nach Reykjavik, Zusammentreffen der Gruppe

Da die meisten von Ihnen via Reykjavik nach Ostgrönland reisen, können Sie diese Gelegenheit für ein gemeinsames Abendessen nutzen. Dieses erste Wiedersehen seit dem Expeditionstraining steht im Zeichen großer Vorfreude auf das bevorstehende Abenteuer. Übernachtung individuell organisiert (-/-/-)

2. Tag: Flug von Reykjavik nach Kulusuk in Ostgrönland

Der Flug nach Grönland geht früh morgens vom nahgelegenen Inlandsflughafen. Sie erreichen nach etwa 2 Stunden Flug die Ostküste Grönlands und landen auf der Insel Kulusuk. Im zweiten Weltkrieg wurde hier von der US Armee ein Flugfeld in die arktische Landschaft planiert. Hier liegt auch ein Inuit-Dorf, mit knapp 300 Einwohnern eine der größten Siedlungen der Region. In Kulusuk beziehen Sie unsere Unterkunft, holen die vorausgesendete Ausrüstung und Verpflegung ab, machen letzte Besorgungen und beginnen damit die Schlitten zu packen. Übernachtung in einer Hütte. (-/-/-)

3. Tag: Bootstransfer zum Expeditionsstart im Isortoq-Fjord

Sie benötigen den Morgen für die letzten Vorbereitungen und nehmen langsam Abschied von den Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation. Am Nachmittag laden Sie die Schlitten und Skier auf ein Motorboot und fahren Richtung Isortoq, eine Inuit-Siedlung von rund 70 Jägern südlich von Kulusuk. Falls die Wetter- und Eisbergbedingungen es zulassen, steuern Sie den Isortoq-Fjord an und gehen hier am frühen Abend an Land. Sie schaffen Ihre Ausrüstung die Moräne hinauf und schlagen das Camp neben der Hütte am Fuße des gewaltigen Gletschers auf. Falls Sie den Startpunkt der Expedition aufgrund von Wetter- oder Eisbergverhältnisse nicht erreichen können, verbringen Sie die Nacht in Isortoq und warten ab, bis die Bedingungen sich verbessert haben. (F/M/A)

Winter: ice cap near kangerlussuaq humbert entress visit greenland
Ice Cap Kangerlussuaq © Humbert Entress /
Visit Greenland

4-6. Tag: Aufstieg von Isortoq an der Küste zur Schneegrenze

Sie starten morgens früh, legen die Steigeisen an und ziehen Ihre Schlitten den Gletscher hinauf. Die ersten Höhenmeter sind relativ leicht zu bewältigen, doch nach und nach ist das Gelände schwerer zu navigieren. In manchen Jahren, nach einem langen Winter gefolgt von einem kühlen Sommer, liegt Schnee und die Spalten sind leicht überwindbar. In anderen, milden, Jahren gibt es Schmelzwasser, und es regnet vielleicht. Dann müssen Schmelzwasserkanäle überwunden und ein Weg durch das überflutete Spaltenlabyrinth gefunden werden. Es ist daher unmöglich vorauszusagen, wie weit Sie an diesen Tagen kommen werden. Gegen Tag 6 sollten Sie jedoch das flachere Gelände jenseits der Schneegrenze erreicht haben, wo Sie die Skier anschnallen werden, um fortan größere Entfernungen zurückzulegen. (F/M/A)

7-17. Tag: Durch die Eiswüste in Richtung Gipfel

Während Sie täglich an Höhe gewinnen und die letzten Nunatakspitzen hinter dem Horizont verschwinden, verlassen Sie die Zone, wo das sturmreiche Küstenklima herrscht und begeben sich in die polare Eiswüste. Ihre Körper passen sich langsam an die Belastungen der Expedition an, sodass Sie die Anzahl der täglichen Marscheinheiten Schritt für Schritt erhöhen können.
Etwa am Tag 17 erreichen Sie den höchsten Punkt der Expedition mit rund 2500 m ü. d. M. In diesem Abschnitt, in der Mitte der Eiskappe, können Sie mit den kältesten Temperaturen rechnen. In manchen Nächten sinkt das Quecksilber unter -30 Grad Celsius und sorgt dafür, dass Sie tief in Ihre Schlafsäcke kriechen. Wenn Sie den „Gipfel" auf Ihrem Weg zur Westküste passiert haben, steigt die Vorfreude auf Dusche, Steak, Bett und Bier, und Sie marschieren mit neuer Motivation Richtung Ziel. (F/M/A)

18-21. Tag: Vom Gipfel weiter zur Radarstation DYE II

Die Routinen sind jetzt gut trainiert - Sie bewegen sich wie ein langsamer, aber unaufhaltsamer Zug durch die Eiswüste. Bald nach dem „Gipfel“ taucht die verlassene Radarstation DYE II (2070 m ü. d. M.) wie eine Fata Morgana am Horizont auf. Auch wenn die Silhouette des monströsen Bauwerks zeitweise wieder verschwindet, ist das Navigieren durch sie etwas einfacher. Sie befinden sich nun im flachsten Teil der Expedition und gehen lange Tagesetappen; die Schlitten sind auch schon um einiges leichter. Wenn das Wetter es zulässt, erreichen Sie DYE II innerhalb von 4 Tagen, wo Sie dann Ihr Camp aufschlagen. DYE II war eine von fünf Radarstationen, die in Grönland während des Kalten Krieges von der US-Armee als Teil ihres Luftabwehrsystems gebaut wurden. Als der technische Fortschritt DYE II unnötig machte, wurde die Station aufgegeben. Seitdem versinkt sie langsam in der Eiskappe als dramatisches Denkmal des Ost-West-Konflikts. Nach einer Besichtigungstour nehmen Sie sich Zeit zum Ausruhen, pflegen Ihre  Ausrüstung und bereiten sich auf den letzten Abschnitt der Expedition vor. (F/M/A)

22-26. Tag: Von der DYE II weiter bis zum Eisbruch

Bald nachdem Sie DYE II verlassen haben, geht es merklich bergab. Sie stoßen auf die ersten Schmelzwasserseen, die mitunter Ihre Kraft und Ausdauer auf die Probe stellen. Denn falls der Sommer warm und der Frost spät dran war, ist es Schwerstarbeit, den Schlitten über die weitläufigen Gewässer zu schleppen, die scheinbar schlagartig zugefroren sind und dadurch eine wie umgepflügt wirkende Eislandschaft bilden. In kalten Jahren dagegen kann es bis zum Eisbruch ohne Hindernisse gehen, sodass hier die längsten Tagesetappen zurückgelegt werden. (F/M/A)

Winter: skiers walking kulusuk mads phil visit greenland
Skiers Walking Kulusuk/ Mads Phil/ Visit Greenland

27-29. Tag: Abstieg über den Eisbruch zur Endmoräne

Der Abstieg den Eisbruch hinab zur Endmoräne bildet nochmals eine große, vor allem mentale, Herausforderung. Denn auch wenn Ihr Ziel, das Land hinter dem Gletscher, nah ist, braucht es einen letzten gewaltigen Einsatz, um es zu erreichen. Sie folgen Schmelzwasserkanälen, die sich während der enormen Sommerschmelze als gigantische Canyons ins Eis gegraben haben, und steigen über steile Eisrücken. Kalte Temperaturen sind jetzt absolut wünschenswert, weil es in den Eistälern hier und da noch Wasser hat. Die letzten Kilometer sind zäh, Sie kommen nur Schritt für Schritt voran. Doch sich durch dieses Labyrinth zu kämpfen, ist ein einzigartiges Erlebnis und am Ende eine wirklich stolze Leistung! (F/M/A)

30. Tag: Ende der Skiexpedition in Kangerlussuaq

Nach über drei Wochen Eiszeit lassen Sie den Gletscher hinter sich und steigen über die Endmoräne, von wo Sie mit einem Allradtruck abgeholt und nach Kangerlussuaq transportiert werden. Auf der Fahrt über die holprige Piste bestaunen Sie die karge arktische Landschaft und halten nach Rentieren und Moschusochsen Ausschau. In Kangerlussuaq ist es dann endlich an der Zeit für ein Fest mit warmer Dusche, gutem Essen und Trinken und einer bequemen Nacht im Bett. (F/-/-)

31. Tag: Abreise von Grönland

Nun heißt es von Grönland Abschied nehmen - die Erinnerung an das gemeinsam gemeisterte Abenteuer mit all seinen gewaltigen Eindrücken werden Sie ein Leben lang nicht vergessen. Von Kangerlussuaq geht es mit dem Flieger nach Kopenhagen, von dort aus bestehen Verbindungen in Ihre Heimat. (F/-/-)

Leistungen

  • 5 Tage Expeditionstraining in Norwegen:
  • Ab/an Oslo
  • Zugfahrt Oslo - Finse - Oslo
    Wenn flugplanbedingt notwendig je 1 Ü in Oslo bei An- und Abreise
  • 4 Ü im 2-Personen-Zelt
  • 4x F, 3x M, 4x A
  • Pulka und Expeditionsausstattung (Zelt, Kocher, Topf, etc.)
  • Deutsche Expeditionsleitung
  •  
  • 31 Tage Grönlanddurchquerung:
  • Ab Kulusuk/an Kangerlussuaq
  • Bootsüberfahrt Kulusuk - Isortoq
  • Transfers lt. Programm in einem geländegängigen Fahrzeug
  • 2 Ü in Kulusuk in einer Hütte im Mehrbettzimmer
    mind. 27 Ü im 3-Personen-Expeditionszelt
    1 Ü in Kangerlussuaq in landestypischer Lodge im DZ mit Gemeinschafts-DU/WC
  • Mind. 27x F, 26x M, 26x A (während der Expedition in Form von Trekkingnahrung)
  • Alle Permits und Gebühren sowie eine SAR (Search-and-Rescue)-Versicherung für die Gruppe (eine individuelle Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung inkl. Übernahme Kosten für Rücktransport wird empfohlen)
  • Pulka und Expeditionsausstattung (hochwertige Expeditionszelte, Kocher, Topf, etc.)
  • Kommunikationsausrüstung (Satellitentelefon, PLB, Funkgeräte etc.)
  • Sicherheitsausrüstung (Gewehr, Eisbären-Schreckmittel, umfangreiche medizinische Notfallausrüstung etc.)
  • Persönliches Skype-Gespräch (o. ä.) mit Ihrem Guide nach der Buchung und Unterstützung bei der Expeditionsvorbereitung
  • Unterstützung und Beratung durch einen norwegischen Expeditionsärzte-Dienst bei medizinischen Notfällen vor Ort
  • Deutsche Expeditionsleitung mit umfassender Expertise (Arctic Nature Guide)
  • Guide führt während der Durchquerung online ein Expeditionsblog mit regelmäßigen Updates (u. a. GPS-Daten)
  • Gruppengröße: 4-6 Personen

Termine 2020/2021

2020 (Buchungsstopp 31.12.2019):

20.03. - 24.03.2020 - obligatorisches Training

14.08. - 17.09.2020 - Skiexpedition

2021 (Buchungsstopp 31.12.2020):

19.03. - 23.03.2020 - obligatorisches Training

13.08. - 16.09.2020 - Skiexpedition

Preis

13.000€ p.P. (inkl. 1.400€ für Expeditionstraining)

 

Hinweise

Die hier ausgeschriebene Tour bzw. Routenverlauf dient als Orientierung - Abweichungen, auch in der Dauer, sind durchaus aufgrund der Wetterverhältnisse möglich und erst vor Ort abzusehen.

Der Verlauf der Route sowie der zeitliche Ablauf der Tour wird vor allem durch das Wetter und die Erfahrung Ihres Guides bestimmt. Die Tour ist ausgerichtet auf 26 Ski- und 2 bis 3 Reservetage. Erfahrungsgemäß ist dies ausreichend um etwaige Verzögerungen auszugleichen, sodass Sie an Tag 31 die Rückreise über Kopenhagen in die Heimat antreten können. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass Sie aufgrund außerplanmäßiger Verzögerungen Kangerlussuaq nicht rechtzeitig erreichen, um Ihren Rückflug wie geplant antreten zu können. Etwaig entstehende Kosten sind vom Teilnehmer selbst zu tragen. Um die Kosten möglichst gering zu halten, empfehlen wir Ihnen ein umbuchbares Flugticket für Ihren Rückflug.

Bitte buchen Sie Ihren Flug nach Grönland erst nach dem Expeditionstraining in Norwegen! Und sprechen Sie bitte die Flugzeiten im Vorfeld mit uns ab, bevor Sie buchen!

 

Fitness- und Gesundheitscheck

Der Fitnesscheck wird beim Expeditionstraining durchgeführt und ist im Reisepreis inkludiert.
Den Gesundheitscheck können Sie bei Ihrem Hausarzt durchführen lassen. Sie erhalten von uns ein Formular, welches bitte ausfüllen lassen. Auf diesem Formular sind relevante Krankheiten und Beschwerden aufgelistet (u. a. Epilepsie, Rückenprobleme, Knieoperation), und es muss angekreuzt werden, was zutrifft.

 

Diese Reise wird veranstaltet von unserem Partner: Schulz Aktiv Reisen

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